Familiengeschichte

Das Töpferhandwerk ist schon lange in Oberammergau beheimatet. 1902 verlegte mein Grossvater Anton Lang (1875 – 1938) die Töpferei seines Vaters Rochus und seines Grossvaters Franz Paul vom „Hafnerhaus“ an der Ammer in die Theaterstrasse. Er wurde als Töpfer und Christusdarsteller bei den Passionsspielen weltberühmt.

Nach dem Besuch der keramischen Fachschule in Landshut übernahm 1936 mein Vater Karl Lang (1903 – 1990) die Werkstatt. Er beschäftigte sich leidenschaftlich mit der Entwicklung seiner besonderen Glasuren. Mit der Übernahme des väterlichen Betriebs 1975 setze ich als erste Frau in der Familiengeschichte die Töpfertradition der Familie Lang in der 5. Generation fort. Meine Stärke ist die Vielseitigkeit bei Formen, Farben und Bemalung von Geschirr, Gartenkeramik, Urnen und Kachelöfen.

Bei den alle 10 Jahre statt findenden Passionsspielen haben wir eine besonders ehrenwerte Aufgabe: wir stellen die grossen Ölkrüge her, von denen bei jeder der ca. 106 Aufführungen in der Szene „Vertreibung der Händler aus dem Tempel in Jerusalem“ vom Jesus-Darsteller einer umgeworfen wird und zu Bruch geht. Zum Passionsspiel 2010 haben wir diesen Auftrag leider nicht erhalten, da wurden die Krüge in Griechenland bestellt.

Kachelöfen in verschiedensten Stilrichtungen, Farben und Grössen aus unserer Werkstatt wärmen die Stuben unzähliger Privathäuser und Gasthöfe im Dorf und in der Region.